Etwas geschlaucht kommen wir nach zwei Flügen mit Verspätung in Kuala Lumpur an. Und dann beginnt wie bei
jeder Ankunft am Flughafen die Frage, wie kommen wir jetzt am schnellsten und günstigsten vom Airport zum Hotel. Bei Malaysia hatten wir die Info, dass sowohl Taxi- als auch Busfahren ziemlich teuer ist. Also versuchen wir uns, ein Uber zu checken. Aber das ist nicht verfügbar. Wir versuchen es mit Grab und es klappt. Nach ein paar Minuten ist unser Fahrer da. Ein junger netter Fußball-Fan, der super Englisch spricht und uns gleich ganz viele Tipps für KL gibt. Bei Grab ist der Vorteil, dass der Preis über das System berechnet wird und fix ist. Also Schluss mit der ständigen Feilscherei mit Fahrern – wir lieben es!
Unser Hotel liegt superzentral, ganz in der Nähe der
Petronas Towers, des Wahrzeichens der Stadt. Die Türme sind fast einen halben Kilometer hoch und die höchsten Zwillingstürme der Welt. Sie sind sowohl bei Nacht, als auch bei Tag wirklich faszinierend. Wir können sie vom Hotelzimmer und von der Dachterrasse bewundern.
Wir fühlen uns gleich wohl in KL. Die Stadt ist viel moderner als Bangkok und auch nicht ganz so riesig (es gibt sogar den schwedischen Möbelriesen hier). Ab jetzt bewegen wir uns nur mehr mit Grab fort. Manchmal dauert es zwar ein bisschen, bis ein Auto kommt, aber die Fahrer sind immer irre nett, interessiert daran, woher wir kommen und erzählen lustige Geschichten.
Mit dem Essen ist das allerdings nicht so easy wie in Thailand. Erstens ist Malaysia ein moderneres Land. Es ist also um einiges teurer als das Nachbarland. Und es gibt viele verschiedene Küchen. Einerseits gut, andererseits sind wir anfangs mit der Auswahl überfordert. Wir sind Thai gewöhnt und in Thailand haben sie uns jedes Mal für die kids alle Sonderwünsche erfüllt. Das ist in Malaysia nicht so leicht. Hier kann man zwischen Chinesisch, Indisch, Thai, Arabisch usw. wählen. Den Kindern schmeckt leider fast gar nichts und Essen ohne Sauce zu bestellen funktioniert hier irgendwie nicht. Dafür fehlt ihnen hier die allerwichtigste aller Saucen, nämlich Ketchup.Und die gibt es quasi nie.
Wir fahren nach China Town und Little India. Überall gibt es Unmengen unnötigen Zeugs zu kaufen. Die Mentalität der Verkäufer ist hier eine andere als in Thailand.
Malaysia gilt als multikonfessionell, wie es so schön heißt. Der Islam ist allerdings Staatsreligion. Wir haben deshalb schon befürchtet, dass wir keinen Alkohol bekommen bzw. wenn es einen gibt, dass er unverschämt teuer ist. Aber dem ist gar nicht so. In vielen Supermarkts und Restaurants wird Bier angeboten und so viel teurer als in Thailand ist es auch nicht. Also alles gut 😉
Bevor wir ins Landesinnere von Malaysia weiterfahren, schauen wir uns noch die Batu Caves im Norden von KL an. Mit unserem neu gemieteten Mitsubishi treten wir die Reise an. Leider zuerst ohne Navi. Ein schwerer Fehler. Denn der Linksverkehr in einer Großstadt und die 24-stündige rush hour sind gar nicht so ohne. Und beim Linksverkehr biegt man halt auch nicht rechts, sondern nur links von Straßen ab. Egal, irgendwann kommen wir dann doch am Ziel an. Die Höhlen sind schon beeindruckend, aber auch nichts einzigartiges. Am meisten taugen den kids die kleinen Affen, die auf den Stufen zu den caves hinauf um Essen betteln.