Von KL nehmen wir den Bus Richtung Mersing an der Ostküste. Der Busbahnhof funktioniert so, wie wir es von einem Flughafen kennen. Beim Buchen der Tickets im Internet heißt es, 30 Minuten vorher da sein. Das sind wir und es ist irre knapp. Die Halle ist voller Menschen und vor den Schaltern lange Schlangen. Wir dürfen uns vordrängen, um einzuchecken und schaffen es noch rechtzeitig zum unserem Abfahrtsgate. Wider Erwarten fährt der Bus doch recht pünktlich weg.
Die Fahrt ist anfangs ganz ok. Doch je länger wir unterwegs sind, desto schneller wird der Fahrer. Es fühlt sich an, als ob der Bus einen ganz weichen Bauch hat, der während der Fahrt hin und herwackelt. Die Straße wird immer schlechter und die Fahrt immer unruhiger. Mir ist schon ziemlich schlecht und ich habe in jeder Kurve Angst, dass der Bus umkippt und es das war.
Irgendwann erreichen wir heil das Ziel. Weiter geht’s mit der Fähre, bei der es sich eher um ein kleines Boot handelt. Schnell ist die Horror-Busfahrt vergessen, denn die Bootsfahrt toppt das Reisen in Sachen Abenteuer. Mittlerweile ist es bereits stockdunkel. Wir sitzen in der kleinen, wackligen, lauten „Fähre“ als es plötzlich einen lauten Knall macht und ein Deckel aus dem Boden schießt und ganz viel heißes Wasser nach draußen kommt. Die Bootsleute bekommen es wieder hin, aber mir ist das ganze nicht geheuer. Die restliche Fahrt laufen die Bootsbetreiber die paar Meter von einem Kontrollraum zum anderen und rufen sich irgendetwas zu. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir auf Tioman an.
Ein kleiner Steg führt zur Uferpromenade. Vom ersten Schritt an sind wir auf dieser Insel im relaxed Modus. Auf uns wartet bereits Razman, bei dem wir die nächsten Tage wohnen. Mit einem Moped plus Anhänger nimmt er die kids und das Gepäck mit. Wir gehen zu Fuß. Auf diesem Teil der Insel Tioman gibt es keine Autos. Die Straße ist so schmal, dass sich Razmans Gefährt gerade noch ausgeht. Bei Gegenverkehr sollte einer stehenbleiben. Razmans Haus ist direkt am Meer. Bei Flut kommt das Wasser bis zum Balkon. Die Kinder sind so happy. Es ist
wirklich ein toller Platz. Danke an Alex Sefrin, die auf scenic-world.net bloggt, für den Tipp! Razman kümmert sich wirklich gut um uns. Fin, mein großer Sohn, darf auch mit ihm fischen fahren. Am zweiten Tag unternehmen wir eine Schnorcheltour. Endlich mal wieder relaxen nach dem vielen Reisen. Auf der Insel machen auch viele Malaysier Urlaub, da gerade Feiertage sind. In unserem Haus wohnt eine Familie aus Kuala Lumpur. Die kids spielen miteinander, wir bekommen malaysisches Essen geschenkt. Schön. Das einzige,
das wirklich nicht gut ist auf dieser Insel, sind die Restaurants. Kein einziges Mal essen wir gut und es dauert ewig bis wir uns verständlich machen können und noch länger, bis etwas zu essen gebracht wird. Wir brauchen noch mehr Kekse als sonst. Dafür ist das Bier günstiger als im Rest Malaysiens und im Duty Free gibt’s guten australischen Wein.
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