Wenn ich jetzt sage, die Zeit rast dahin beziehungsweise ist so schnell vergangen klingt das wahnsinnig abgedroschen. Aber so ist es. Die Tage, Wochen, Monate sind verflogen und ganz bald ist der Tag der Tage da, an dem unser Abenteuer „ein halbes Jahr Weltreise mit drei Kindern“ erstmal endet. Und je näher dieser Tag rückt, desto unruhiger werde ich. Mir kommt vor, ich bin nervöser als in der Zeit vor unserer Abreise. Doch warum? Natürlich freue ich mich auf zuhause, auf Familie und Freunde. Auf mein Bett und darauf, dass manche Dinge einfach funktionieren. Ab und zu gab es auch während unserer Reise Momente, in denen ich mich nach Hause oder zumindest nach mehr Privatsphäre und mehr Zeit für mich allein gesehnt habe. Auch die Kids hatten jedes für sich Zeiten, in denen sie Heimweh hatten und ihr Umfeld stark vermisst haben. Aber jetzt, wo jeder Tag Weltreise noch einmal so wertvoll ist, fühlt es sich schwer an, vom dem Projekt Mini-Weltreise Abschied zu nehmen. Von unserem neuen Leben, an das wir uns alle schon so sehr gewöhnt haben. Eine Nachbarin hat mich kürzlich gefragt, ob wir eh wieder nach Hause kommen würden. Die Antwort ist ja. Ja, wir kommen wieder nach Hause und wir freuen uns natürlich wie irre darauf. Aber…
Nachdem es in Neuseeland nur schlechtes bis gar kein Internet gegeben hat, seid ihr leider gar nicht up to date. Jedenfalls hatten wir eine wunderbare Zeit! In viereinhalb Wochen sind wir mit dem Campervan die Nord- und die Südinsel abgefahren. Fast 5000 Kilometer haben wir zurückgelegt und beinahe jede Nacht an einem anderen Ort verbracht!
Seit ein paar Tagen sind wir jetzt wieder in Thailand und gut mit WIFI versorgt. Ich verspreche euch, ich werde nach und nach von unseren Erlebnissen aus Neuseeland und auch von der letzten Zeit in Vietnam berichten. Euch bleibt nichts erspart 😉
In Thailand gewöhnen wir uns jetzt mal „die ersten sechs Stunden“ um. Denn in Neuseeland ist man von Österreich aus gesehen ja nicht nur geographisch am anderen Ende der Welt sondern auch zeitmäßig ist man so weit entfernt wie nur irgendwie geht. Ganze 12 Stunden sind es insgesamt, die wir uns alle umstellen müssen. Und Jetlag mit Kindern und dann noch mit drei Kindern ist schon was ganz anderes als wenn man sich nur um seine eigenen Schlafprobleme kümmern muss. Denn wenn ein kid mitten in der Nacht aufsteht, sind dann oft gleich mal mehrere Leute wach.
Im Moment genießen wir das Leben in Ao Nang bei Krabi im Süden Thailands. Ein paar Tage waren wir auf Koh Lanta und morgen geht’s nach Koh Phayam, weiter im Norden. Dort ist es wieder ein bisschen ursprünglicher. Nicht immer hat man den Luxus von Strom, warmem Wasser und Internet. Während also die letzte Woche unseres Abenteuers angebrochen ist, beginnen wir bereits unseren Alltag in Österreich zu organisieren und die Buben lernen die letzten Kapitel für die Schule.
Jedenfalls bin ich wahnsinnig froh, dass wir dieses Abenteuer gewagt haben und auch unendlich dankbar für die vielen tollen Momente! Und ich danke dem Meinigen und meinen Kindern, dass sie mit mir gemeinsam dieser verrückten Idee gefolgt sind!

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